VÖNIX VBV-Österreichischer Nachhaltigkeitsindex

Der VÖNIX ist die Nachhaltigkeitsbenchmark des österreichischen Aktienmarktes. Er beinhaltet jene an der Wiener Börse notierten heimischen Unternehmen, die hinsichtlich ökologischer und gesellschaftlicher Aktivitäten und Leistungen führend sind.

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Aktueller Chart

6 Monate

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Über den VÖNIX

Der VÖNIX ist die Nachhaltigkeitsbenchmark des österreichischen Aktienmarktes. Er beinhaltet jene an der Wiener Börse notierten heimischen Unternehmen, die hinsichtlich ökologischer und gesellschaftlicher Aktivitäten und Leistungen führend sind.

Der im Juni 2005 gestartete VÖNIX war damit einer der ersten nationalen Nachhaltigkeitsindizes und stellt den langfristigen Nutzen von Nachhaltigem Wirtschaften bzw. Nachhaltigem Investment unter Beweis.

Partner des VÖNIX sind namhafte Akteure des österreichischen Kapitalmarkts: die VBV-Vorsorgekasse, die Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative und die Security KAG sowie als technische Partner die rfu, verantwortlich für die Nachhaltigkeitsanalyse, und die Wiener Börse, zuständig für Indexmanagement, laufende Berechnung und Publikation.

So funktioniert der VÖNIX

Grundlage des VÖNIX ist die Messung unternehmerischer Nachhaltigkeit. Dies erfordert ein komplexes Modell mit umfangreichen ökologischen und sozialen Ausschluss- und Positivkriterien.
> Nachhaltigkeitskriterien

Ergebnis des einmal jährlich durchgeführten Analyseprozesses sind Nachhaltigkeitsratings, wobei jene Unternehmen, die ein absolut hohes bzw. ein in Relation zur Branche gutes Rating erreichen, in den VÖNIX aufgenommen werden.
> Analyseprozess und Rating

Basisuniversum für den VÖNIX sind grundsätzlich alle inländischen Unternehmen, deren Aktien in den oberen Marktsegmenten der Wiener Börse notieren.
> Technische Indexregeln

Die Re-Composition des VÖNIX erfolgt jeweils Mitte Juni und diese Zusammensetzung gilt dann grundsätzlich für ein Jahr. Die Anzahl der Index Members ist nicht fest definiert, in der Vergangenheit lag diese meist im Bereich von 20 bis 25.
> VÖNIX Aktuell

Nachhaltigkeitskriterien

Ausschlusskriterien

Ausschlusskriterien beinhalten Produkte, Technologien und Praktiken, die mit den Prinzipen der Nachhaltigkeit nicht vereinbar sind. Unternehmen, die eines oder mehrere der folgenden Ausschlusskriterien verletzen, können grundsätzlich nicht in den VÖNIX aufgenommen werden.

  • ABC Waffen, Waffensysteme und Kernkomponenten
  • Konventionelle militärische Waffen, Waffensysteme oder Kernkomponenten
  • Spezifisch militärisches Material oder Dienstleistungen

  • Elektrizität aus Nuklearkraftwerken
  • Nuklearkraftwerke und spezifische Kernkomponenten und Dienstleistungen
  • Nukleare Brennstoffe

  • Tabak und Tabakwaren sowie spezifische Inhaltsstoffe
  • Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von über 20 Volumens-Prozent

  • Ethisch bzw. sozial problematische Human-Gentechnologie
  • Ethisch bzw. ökologisch problematische Gentechnologie in Land- und Viehwirtschaft

  • Betrieb von Glücks- und Wettspielen
  • Glücks- und wettspielspezifische Anlagen, Kernkomponenten und Dienstleistungen

  • Sonstige Aktivitäten und Praktiken mit stark negativen ethischen, sozialen oder ökologischen Effekten bzw. Risiken, insb. schwere Verstöße gegen Menschenrechts- und Arbeitsstandards (z.B. ILO-Normen), Rechtsnormen (z.B. Bilanzmanipulation) und ethische Grundsätze (z.B. Korruption) sowie schwere Schädigungen der Natur (z.B. starke Umweltverschmutzung), der menschlichen Gesundheit und Würde (z.B. Kinderpornographie).

Positivkriterien

Zur Beurteilung der positiven Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens dienen die sogenannten Stakeholder- und Produktkriterien. Diese basieren auf dem Anspruchsgruppen-Modell, ergänzt um eine Wertschöpfungskettenanalyse der Produkte bzw. Dienstleistungen. Die Kriterien sind in eine Matrix mit vier Management-Ebenen und sechs Stakeholdergruppen eingeordnet.

  • Mitarbeiter: feste, freie, und temporäre Mitarbeiter, Arbeitnehmervertretung, Management etc.
  • Gesellschaft: Staat, Behörden, Standortgemeinde, Anrainer, Medien, zivilgesellschaftliche Organisationen, Öffentlichkeit im Allgemeinen
  • Kunden: private und kommerzielle Abnehmer, Konsumentenorganisationen, Wettbewerbsbehörden etc.
  • Marktpartner: Lieferanten, externe Dienstleister und Kooperationspartner
  • Investoren: Aktionäre, Fremdkapitalgeber wie Banken und Anleihebesitzer, Ratingagenturen, Kapitalmarktaufsichtsbehörden
  • Umwelt: Tiere, Pflanzen, Ökosysteme, Wasser und Böden etc., bzw. mittelbar Umwelt-NGOs, Umweltbehörden sowie die Öffentlichkeit generell

  • Grundsätze und Strategien
  • Managementsysteme und Organisation
  • Programme, Aktivitäten und Ergebnisse
  • Produkte und Dienstleistungen

Jeder Schnittpunkt der Matrix bildet ein Bewertungsfeld, dem Kriterien zugeordnet sind. Insgesamt sind dies rund 100 einzelne Kriterien, welche durch ca. 400 quantitative und qualitative Indikatoren operationalisiert sind.

Analyseprozess und Rating

Analyseprozess

Im Rahmen einer jährlichen Nachhaltigkeitsanalyse werden für jedes Unternehmen des Basisuniversums Informationen zu den relevanten Nachhaltigkeitskriterien erhoben. Als Quellen dienen öffentliche Unternehmensinformationen (Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte, Websites, Presseaussendungen etc.), individuelle Unternehmensquellen (Fragebögen, Unternehmenskontakte) und sonstige Materialien (Medienberichte, Datenbanken etc.).

Bewertung, Gewichtung und Rating

Jedes Kriterium wird auf Basis der verfügbaren Informationen auf einer Skala von -10 bis +10 beurteilt. Die Gewichtung der einzelnen Bewertungsfelder und Kriterien orientiert sich an der Relevanz für das jeweilige Unternehmen (z.B. aufgrund Branchenzugehörigkeit, regionaler Struktur, Position in der Wertschöpfungskette etc.).

Rating

Die Ausprägungen der Kriterien werden über mehrere Ebenen zu einem Gesamtrating aggregiert und – zur besseren Anschaulichkeit – auf eine neunstufige Skala von C- bis A+ transformiert. Im Fall einer eingeschränkten Datenlage kann das Ergebnis auch ein sogenanntes indikatives Rating sein – kenntlich gemacht durch Kleinbuchstaben a, ab, b etc. Auf diese Weise werden Unschärfen in der Beurteilung dargestellt.

Qualifikation für den VÖNIX

In den VÖNIX aufgenommen werden letztlich alle Unternehmen, die ein Rating von A+, A, A-, B+, a und ab aufweisen, sowie Unternehmen mit einem Rating von ba im oberen Bereich („absolute Aufnahme“). Zusätzlich können auch Unternehmen mit einem guten B und einem ba im unteren Bereich aufgenommen werden, um das beste Drittel eines Sektors abzudecken („Best in Sector-Regel“).

Technische Indexregeln

Basisuniversum

Das Basisuniversum des VÖNIX beinhaltet grundsätzlich alle österreichischen Aktien des prime market, des mid market und des standard market continuous der Wiener Börse. Darüber hinaus können auch nach Marktgängigkeit und Nachhaltigkeitspotenzial vorselektierteTitel aus dem auction market der Wiener Börse in das Basisuniversum aufgenommen werden.

Indexanpassungen

Neben der jährlichen regulären Re-Composition des VÖNIX, die Mitte Juni erfolgt, sind grundsätzlich auch unterjährige Änderungen der Indexzusammensetzung möglich, in der Praxis jedoch selten. Gründe hierfür könnten sowohl technischer Natur sein (z.B. Notierungsbeendigungen) als auch aufgrund von nachhaltigkeitsrelevanten Informationen angezeigt sein (insbesondere Auftreten bzw. Bekanntwerden von Ausschlussgründen, Börsegang von Unternehmen mit gutem Nachhaltigkeitsrating).

Indexmanagement

Das Indexmanagement der Wiener Börse ist für die laufende Geschäftstätigkeit, die Kontrolle der Indexberechnung sowie für die Veröffentlichung von Indexwerten über Datenprovider verantwortlich. Des Weiteren setzt das Indexmanagement die Marktteilnehmer von Änderungen in der Indexzusammensetzung bzw. den Berechnungsparametern in Kenntnis und führt die Indexänderungen durch.

Indexberechnung

Der VÖNIX ist ein kapitalisierungsgewichteter Preisindex – d.h. Dividenden werden nicht berücksichtigt. Abweichend von der Indexformel z.B. für den ATX der Wiener Börse werden für den VÖNIX zusätzlich zu den Streubesitzfaktoren auch noch sogenannte Glättungsfaktoren verwendet. Diese bewirken, dass die Gewichtungen großer Indextitel leicht reduziert und jene kleinerer Unternehmen relativ erhöht werden, sodass trotz begrenzter Titelanzahl eine insgesamt bessere Streuung erreicht wird.

Details zur Indextechnik > Indexrichtlinie

Partner des VÖNIX

Namhafte Akteure des Österreichischen Kapitalmarkts ermöglichen durch ihre Kompetenzen und Beiträge das laufende Indexmanagement und das Nachhaltigkeitsresearch.

VBV-Vorsorgekasse

Die VBV-Vorsorgekasse wurde 2002 gegründet, ist die führende Vorsorgekasse in Österreich und betreut jeden dritten Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Selbständigen im Bereich der obligatorischen betrieblichen Vorsorge. Die VBV verwaltet und veranlagt die ihr anvertrauten Gelder sicher und nachhaltig. Seit Anbeginn begleitet ein Ethik-Beirat alle Veranlagungsentscheidungen mit klar festgelegten Veranlagungskriterien. Langfristig ausgezeichnete Ergebnisse und ethisches Verhalten geben den Kunden und Stakeholdern der Gesellschaft Sicherheit. 

www.vorsorgekasse.at

Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative

Die Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative steht als Plattform und Impulsgeber mit ihren 24 Mitgliedsorganisationen für nachhaltige Unternehmensführung und gesellschaftliche Verantwortung. Gemeinsam werden – in den Handlungsfeldern Wirtschaft, Umwelt und Soziales – bereits seit dem Jahr 2007 Initiativen und Maßnahmen für eine lebenswerte Zukunft gesetzt.

> www.raiffeisen-nachhaltigkeit.at

Security KAG

Die im Konzern der Grazer Wechselseitigen Versicherungs AG eingebettete Kapitalanlagegesellschaft zählt zu den erfolgreichsten österreichischen KAGs. Als Versicherungs-KAG zählt das traditionelle Asset-Management zu den Kernkompetenzen der Security KAG. Fundament des Erfolges ist ein auf finanzmathematischen Methoden basierender Investmentansatz, der neben ökonomischen auch ökologisch/ethische Aspekte berücksichtigt. Als erste KAG Österreichs unterwirft sie sich dem Responsible Investment Standard (RIS).

www.securitykag.at

Wiener Börse

Als eine der traditionsreichsten Börsen der Welt im Jahre 1771 gegründet, ist die Wiener Börse heute ein modernes, kunden- und marktorientiertes Infrastruktur-Unternehmen, das die Börsenplätze Wien und Prag betreibt. Die Börsengruppe stellt modernste Infrastruktur, Marktdaten und Informationen zur Verfügung. Das Geschäft steht auf fünf Säulen: Wertpapierhandel und -listing, Marktdaten, Index-Berechnung, IT Services und Zentralverwahrung von Wertpapieren.

> www.wienerborse.at

rfu

Die rfu, gegründet 1997, ist Österreichs Spezialist für Nachhaltiges Investment. Sie unterstützt institutionelle Anleger bei der Integration von Umwelt- und Sozialkriterien in den Investmentprozess sowie mit Nachhaltigkeitsresearch auf Basis des rfu-Nachhaltigkeitsmodells. Dieses Know How fließt in Portfolios mit einem Gesamtvolumen von mehreren Milliarden Euro ein. Die rfu hat, in Kooperation mit einem Forschungsteam, den VÖNIX Nachhaltigkeitsindex entwickelt und ist für die laufende Nachhaltigkeitsanalyse und Index Composition verantwortlich.

www.rfu.at

VÖNIX Aktuell

CSR Guide 2022

> VÖNIX im CSR-Guide 2022

> gesamter CSR-Guide 2022

15 Jahre VÖNIX Nachhaltigkeitsindex

Der VÖNIX VBV Nachhaltigkeits-Index beinhaltet jene an der Wiener Börse notierten Unternehmen, die hinsichtlich ökologischer und gesellschaftlicher Aktivitäten und Leistungen führend sind. Die Berechnung und Verteilung erfolgt durch die Wiener Börse.

Chart

Der VÖNIX zeigt langfristig gegenüber dem konventionellen Index ATX prime eine klare Outperformance – und dies sowohl absolut als auch bei risikoadjustierter Betrachtung.

Die Berücksichtigung ökologischer und gesellschaftlicher Kriterien rechnet sich für Investoren. Dies gilt auch für den österreichischen Aktienmarkt, wo der VÖNIX Nachhaltigkeitsindex seit Indexstart (Zeitraum 17.6.2005 – 17.6.2022) mit + 27,2 % performt und um 26,9 Prozentpunkte klar vor dem ATX PRIME (+ 0,3 %) liegt, und dies bei geringerer Volatilität. Gleichzeitig war die Volatilität (Standardabweichung) des VÖNIX mit 23,1 % leicht niedriger als jene des ATX PRIME (23,8 %).

> Details

Jährlicher Kurzbericht

Jeweils im Zuge der Re-Composition im Juni werden die Indexänderungen bekanntgegeben sowie die Performance des letzten ausgewertet.

Aktueller Kurzbericht (pdf)

Wiener Börse Preis 2021

Verleihung des VÖNIX Nachhaltigkeits-Preises an Agrana, BKS Bank und Palfinger

Am 18. Juli 2021 fand die Verleihung des Wiener Börse Preises 2021 statt – der wichtigsten Auszeichnung des österreichischen Kapitalmarktes. Im Rahmen des Börse Preises wird auch der VÖNIX Nachhaltigkeits-Preis verliehen. Dieser ist benannt nach der heimischen Nachhaltigkeitsbenchmark: VBV Österreichischen Nachhaltigkeitsindex – kurz VÖNIX.

Der VÖNIX wurde von der VBV-Vorsorgekasse gemeinsam mit Partnern wie der Wiener Börse im Juni 2005 gestartet. Der VÖNIX war damit einer der ersten nationalen Nachhaltigkeitsindizes und stellt den langfristigen Nutzen von nachhaltigem Wirtschaften bzw. nachhaltigem Investment unter Beweis. Rund 50 heimische Unternehmen werden durch Nachhaltigkeitsanalyse nach Positiv- und Negativkriterien bewertet.

Vorsitzender des Beirates des VÖNIX ist der Generaldirektor der VBV-Gruppe KR Mag. Andreas Zakostelsky, der auch jährlich die VÖNIX Nachhaltigkeits-Preise verleiht. Ausgezeichnet wurden dieses Jahr die Agrana-Beteiligungs AG, die BKS Bank AG und die Palfinger AG – alle drei Unternehmen sind in ihrer Sparte mit dem 1. Platz prämiert worden. Alle drei Unternehmen erhalten erstmals diese Auszeichnung, als Grundlage gilt das VÖNIX-Rating 2020/2021, welches von der rfu durchgeführt wird.

 > www.wienerborse.at/presse/pressefotos/wiener-boerse-preis-2021/

Medienberichte

> VÖNIX Nachhaltigkeitsindex: Zusammensetzung bleibt bei 19 Unternehmen

> Österreichs Nachhaltigkeitsindex VÖNIX zeigt: Verantwortung und Nachhaltigkeit rechnen sich für Investoren und Unternehmen

> CO2-Emissionen: Wie haben sich VÖNIX Unternehmen seit der Erstmessung entwickeln können?

> Nachhaltige Anlage zahlt sich aus: Outperformance des VÖNIX Nachhaltigkeitsindex in turbulentem Indexjahr

> HEUTE: Nachhaltig zahlt sich auch für Sparer aus

> Was Vönix-Unternehmen an Treibhausgasen einsparen